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Steinfigur im archäologischen Park San Agustín, Kolumbien

Geschichte

Kolumbien kann, wie alle Staaten Lateinamerikas, auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Besonders interessant sind die bisherigen Erkenntnisse über die verschiedenen Kulturen, die sich vor allem entlang des Andengürtels bereits vor Christi Geburt ansiedelten. Noch heute untersucht man ununterbrochen jegliche Hinweise auf vergangene Hochkulturen, deren Nachfahren und deren Einfluss auf die heutige Gesellschaft der Gebiete sowie der ganzen Welt.

Kolumbiens Geschichte

Die verschiedenen Etappen der kolumbianischen Geschichte haben vieles im Leben der kolumbianischen Bevölkerung stark geprägt. Die einzigartige Mischung der verschiedenen Völker findet sich heute vor allem im künstlerischen Bereich sowie bei zahlreichen Feiertagen und Festen wieder.

Kolumbien ist ein gutes Beispiel für ein lateinamerikanisches Land, welches sich im Umbruch befindet und täglich versucht unabhängiger von anderen Staaten sowie in der Politik, aber vor allem auch in der Wirtschaft stabiler zu werden.

Präkolumbische Epoche

Aufgrund der unterschiedlichsten Besiedlungen Kolumbiens im Laufe der Jahrtausende, ist die Geschichte des Landes heute so vielseitig und interessant und bildet eine wichtige Grundlage, um die Struktur der heutigen Bevölkerung sowie deren Lebensstil oder die verschiedenen Ausdrucksformen in Kunst und Kultur besser zu begreifen.

Die ältesten bisher ausfindig gemachten Spuren der Besiedlungsgeschichte Kolumbiens führen bis zu 20.000 Jahre zurück.

Archäologen zufolge sollen sich dann vor 5.000 Jahren die ersten Gruppen niedergelassen haben, unter anderem die Kulturen der San Agustín, Chibcha oder Tairona, um vor Ort vor allem als Jäger, Siedler oder Sammler sowie vom Maisanbau in den Hochebenen zu leben. Kolumbien war ein wichtiger Transitknotenpunkt zwischen Zentralamerika und Südamerika.

Um das Jahr 600 n. Chr. entwickelte sich die Hochkultur der Chibcha, auch Muisca genannt, die, wie alle wichtigen Kulturen Mittel- und Südamerikas, besondere Fähigkeiten als Handwerker, Weber oder z. B. Färber von Baumwolle hatten. Auch sie bauten prächtige Tempelanlagen sowie beispielsweise eine der größten präkolumbischen Städte Amerikas, die „Ciudad Perdida“. Dieses Volk wurde jedoch mit der spanischen Besiedlung ausgelöscht, ging dann in der Mestizenbevölkerung Kolumbiens auf und gab der großen Chibcha – Sprachfamilie ihren Namen.

Kolumbiens täglicher Kampf um Unabhängigkeit gegen Spanien

Ein weiteres bekanntes Kapitel der Geschichte Lateinamerikas ist dessen Besiedlung durch die Spanier. Mittlerweile sind alle lateinamerikanischen Staaten wieder unabhängig von Spanien, so auch Kolumbien.

Die Spanier umsegelten Kolumbien bereits ab etwa 1500. Die erste spanische Siedlung wurde jedoch erst 1525 im Norden des Landes unter Rodrigo de Bastidas gegründet, das heutige Santa Marta. Darauf folgten die Gründung von Cartagena de Indias 1533 sowie Santa Fé de Bogotá 1538 auf dem ehemaligen Stadtgebiet der Metropole der Muisca.

Bogotá wurde bereits zur Hauptstadt erklärt als 1717 das Vizekönigreich Neugranada (Nueva Granada), bestehend aus dem heutigen Kolumbien, Venezuela, Panama sowie Ecuador, entstand.

Bereits ab dem frühen 17. Jahrhundert wurden Afrikaner als Sklaven nach Südamerika geholt, um beispielsweise den Kaffeeanbau oder die Goldproduktion zu unterstützen. Die Sklaverei ersetzten ab 1850 großräumig billige Tagelöhner. Die ehemaligen Sklaven blieben jedoch im Land, was sich später vor allem in der Kultur und Bevölkerungsstruktur Kolumbiens niederschlug.

Ab 1810 kämpften die Einwohner für ihre Unabhängigkeit gegen Spanien. 1819 gelang dieser Freiheitsschlag endlich und Simón Bolívar gründete die Republik Großkolumbien. Seine erhoffte Einheit sowie deren Ausdehnung auf ganz Südamerika endeten jedoch 1830, als sich die einzelnen Staaten nach und nach wieder lösten.

„República de Colombia“

Für Kolumbien folgte ein Jahrhundert gezeichnet von Instabilität, Kriegen, Regierungs- und Namenswechsel. 1886 erhielt das Land seinen endgültigen Namen „República de Colombia“. Um die Jahrhundertwende folgte in der Geschichte Kolumbiens ein weiterer Krieg, der „Krieg der Tausend Tage“, in dem Liberale gegen Konservative kämpften, gefolgt von der Abspaltung Panamas im Jahre 1903.

In den folgenden Jahren des 20. Jahrhunderts erlebte Kolumbien eine wirtschaftliche, und eine damit verbundene soziale Blütezeit mit einem Glanzexport von Kaffee, sowie sozialen Reformen.

Unterschwellige Spannungen hielten jedoch an und entluden sich schließlich 1948 beim Aufstand „Bogotazo“, der sich zum Bürgerkrieg „La Violencia“ bis 1953 ausweitete, welcher dann in abgeschwächter Form bis in die 60er Jahre ging.

Kampf der Guerilla-Gruppen und paramilitärischer Verbände

1957 schlossen Konservative und Liberale mit der „Nationalen Front“ (Frente Civil oder Frente Nacional) ein Abkommen, dass einen Regierungswechsel der genannten Parteien aller 4 Jahre festlegte. Vor allem linksgerichtete Gruppen fühlten sich jedoch benachteiligt und so gründeten sich parallel dazu in diesen Jahren auch nach und nach immer mehr Guerilla-Gruppen, die gegen die Politik kämpften. Daraufhin formierten sich Ende der 70er auch zunehmend Paramilitärische Verbände. Folglich stiegen Kriminalität und Menschenrechtsverletzungen wieder an.

Verfassung von 1991 für mehr Frieden in Kolumbien

Die darauffolgenden Regierungen versuchten sich immer wieder im Kampf für mehr Frieden. Ein erster Schritt in Richtung Frieden gelang 1991 mit Erlass der neuen Verfassung. Die Regierung um Álvaro Uribe Vélez hat ebenfalls mit ihrem volksnahen Führungsstil, aber harten Kurs gegen die Guerilla von 2002 bis 2010 einen wichtigen Teil dazu beigetragen. Die Sicherheit und Stabilität im Land wurde damit stark verbessert.

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