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Die kolumbianische Bevölkerung

Die Bevölkerung Kolumbiens setzt sich aus etwa 45 Millionen Menschen zusammen.

Nach Brasilien ist es damit das bevölkerungsreichste Land Südamerikas.

Aufgrund seiner Besiedlungsgeschichte hat der Staat Kolumbien eine sehr diversifizierte Bevölkerungsstruktur. Das Land ist jedoch durch eine sehr ungleiche Bevölkerungsverteilung gekennzeichnet. Etwa neun von zehn Kolumbianern leben in der Andenregion oder an der Karibikküste, obwohl diese Regionen weniger als die Hälfte der Landesfläche einnehmen. Die Gebiete Amazoniens, Orinokiens sowie das Chocógebiet sind hingegen dünn besiedelt, teilweise sogar unbesiedelt.

Aufgrund der enormen Landflucht leben heute 74% der Kolumbianer in Städten, Hauptzentren sind dabei Bogotá (gut ein Sechstel der Bevölkerung lebt hier), Cali und Medellín. In den Llanos, die mehr als 54% der Landfläche ausmachen, leben hingegen nur 3% der Bevölkerung. Die Lebenserwartung bei Geburt beträgt etwa 72 Jahre.

Ethnien in Kolumbien

Die Bevölkerung Kolumbiens setzt sich aus den verschiedensten Ethnien zusammen. Dies sind vor allem Europäer, Nachfahren der Spanier, Afrikaner, Nachfahren der Sklaven, sowie Angehörige der indigenen Völker, bestehend aus über 80 unterschiedlichen Volksgruppen.

  • Mit 58% bilden die Mestizen (Nachkommen zwischen Europäern und Indigenen) den größten Teil der Bevölkerung dar.
  • 20% stellen die Nachfahren europäischer Kolonisten, die hellhäutigen Kreolen.
  • Danach folgen die Mulatten (Mischlinge von Europäern und Afrikanern), die etwa 15% der Gesamtbevölkerung ausmachen.
  • 4% der Gesellschaft sind rein afrikanischer Herkunft und
  • 3% zählen zu den Zambos oder Cafusos, die aus Verbindungen zwischen Afrikanern und Indigenen hervorgegangen sind.
  • Weiterhin folgen mit 1% Nachkommen der Ureinwohner Kolumbiens.

Mit der Verfassung 1991 erhielt auch die indigene Bevölkerung wieder mehr Rechte.

So vielfältig wie die Struktur der Bevölkerung Kolumbiens, ist folglich auch deren Kunst und Kultur. Der Einfluss von Ureinwohnern, Afrikanern und Spaniern zeigt sich im Alltagsleben, in Literatur, Kunst und vor allem Musik und Tanz.

Religionen & Glaubensrichtungen

Seit 1991 herrscht in der Bevölkerung Kolumbien Religionsfreiheit, laut Verfassung geregelt und oberstes Gebot.

Mindestens 90% der kolumbianischen Bevölkerung sind Katholiken.

Dem Glauben wird sehr intensiv nachgegangen – zu jeder Tageszeit erlebt man betende Menschen, in fast allen Kirchen gibt es täglich eine Messe, Busfahrer bekreuzigen sich vor scharfen Kurven und an den Straßenrändern sieht man unzählige von Kerzenwachs beträufelte Madonnenstatuen. Religiöse Feste werden sehr feierlich begangen, so z. B. die Karwoche in Popayán, die als eine der größten katholischen Zeremonien weltweit gilt.

Einige der indigenen Traditionen haben sich mit denen des Katholizismus vereint und werden leider immer seltener auf alte Art und Weise praktiziert.

Die restlichen 10% der Einwohner Kolumbiens gehören dem protestantischen, muslimischen, jüdischen oder Rastafari-Glauben an.

Alltagssituation der kolumbianischen Bevölkerung

Leider leben heutzutage etwa 26% der Kolumbianer unter der Mindeststandardgrenze.

Es gibt nur eine schmale Mittelschicht, den Rest bilden Arm und Reich. Jedoch hat sich die Armutssituation in den letzten Jahren stetig verbessert.

Schulbesuche sind kostenfrei und Pflicht, obwohl dies manchmal auf dem Land, z. B. wegen Lehrermangels, schwer einzuhalten ist. 90% der über 15-jährigen Kolumbianer können aber lesen und schreiben.

Die Kolumbianer sind sehr warmherzig, ehrlich und humorvoll. Sie lieben es in der Familie oder unter Freunden zusammen zu kommen, zu debattieren, philosophieren und natürlich zu feiern. Sie leben im „Hier und Jetzt“ und das zeigen sie auch.

Besucht man eines der zahlreichen Feste oder Festivals, so wird man überwältigt von Lebensfreude, Temperament und guter Laune. Auch gegenüber Fremden sind die Kolumbianer sehr aufgeschlossen. Die Mentalität ist jedoch, wie fast alles in Kolumbien, sehr stark von der jeweiligen Region abhängig. Tritt man den Einheimischen als Reisender freundlich gegenüber, so wird man nicht abgewiesen und mit einem Lächeln empfangen.

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